Bahnhofsbuchhandel
Zweig des Buchhandels, der Bücher, zeitschriften und Zeitungen in Bahnhöfen vertreibt. Die Bundesbahn stellte im Laufe der Jahre dem Bahnhofsbuchhandel (Buch- und Presseerzeugnissen) immer mehr Raum zur Verfügung. Damit konnte nicht allein die Warenpräsentation verbessert, sondern auch das Angebot vergrößert werden. Besondere Domäne des Bahnhofsbuchhandels ist der Taschenbuchverkauf. Schneller als der Sortimentsbuchhandel stellte sich der Bahnhofsbuchhandel auf die Entwicklung der modernen Taschenbuchproduktion ein: Die ersten Bahnhofsbuchhandlungen, die ausschließlich Taschenbücher führten, wurden 1957 von Ludwig in Köln und Vaternahm in Göttingen eingerichtet.
Bereits Anfang der 60er Jahre wurden 15 bis 17 Prozent aller Taschenbücher über den Bahnhofsbuchhandel vertrieben. Dieser Anteil ist im Laufe der Jahre jedoch zurückgegangen. Trotzdem hat das Taschenbuch seine besondere Bedeutung als einer der wichtigsten Umsatzträger in diesem Buchhandelszweig bis heute nicht eingebüßt.
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