Informationsverbund Buchhandel IBU
Die BAG bietet mit dem Informationsverbund Buchhandel (IBU) ein elektronisches Nachrichtennetz, das auf dem Prinzip eines Mailboxsystems aufgebaut ist. Es ermöglicht allen Sparten des Buchhandels – Sortimenten, Verlagen, Verlagsauslieferungen, Barsortimenten und Vertretern – Daten schnell auszutauschen. Sie alle kommunizieren über IBU von Mailbox zu Mailbox.
Alle Verlage, die mit mindestens einem Titel im VlB vertreten sind, sind als Empfänger von Bestellungen und Nachrichten über IBU erreichbar. Die Buchhandlungen, die am IBU teilnehmen, müssen nicht mehr Verlagsanschriften ermitteln, Bücherzettel ausfüllen oder die gleiche Kundenadresse zum dritten Mal in die EDV eingeben. Der Buchhändler sendet seine Bestellung, Anfrage oder Reklamation über IBU, und er kann selbst Nachrichten, Mitteilungen oder Antworten auf Anfragen von den angeschlossenen Verlagen, Auslieferungen und Vertretern empfangen – natürlich rund um die Uhr.
IBU-Kernstück ist die Weiterleitung der Bestellungen der Buchhandlungen an die Verlage. Der Sortimenter bibliographiert im Barsortiments-Katalog oder im VlB und übernimmt den Titel per Knopfdruck in eine Bestelldatei. Ist der Titel in den Katalogen nicht zu finden, kann er direkt beim Verlag anfragen. Dazu muss er lediglich die Verkehrsnummer oder das ISBN-Präfix als Adresse des Empfängers eingeben – die verfügbaren Titelangaben und gegebenenfalls weiteren Text kann er formatfrei „eintippen“. Mit einem weiterem Knopfdruck übermittelt er – seine gesamten Kunden- und Lagerbestellungen an IBU, der die Daten an die vom Buchhändler gewählten Lieferanten weiterleitet.
Die Bestelldaten bleiben in der EDV und können so weiter bearbeiten werden: Der Buchhändler kann reklamieren oder bei einem anderen Lieferanten bestellen, wenn der Titel zum Beispiel bei einem der Barsortimente nicht lieferbar ist. Erstellt der auslieferende Verlag bzw. die Verlagsauslieferung einen elektronischen Lieferschein, kann dieser über IBU direkt in das Warenwirtschaftssystem des Buchhändlers übernommen werden. Mit Hilfe dieses elektronischen Lieferscheins, der vor dem Eintreffen der Ware anzeigt, welche Titel unterwegs sind, kann der Buchhandel rechtzeitig die Vorbereitungen für den Wareneingang treffen. Zudem kann der Buchhändler die Daten seiner Warenwirtschaft beim Eintreffen der Sendung per Knopfdruck aktualisieren.
IBU hat eine Basissoftware entwickelt, mit der der Buchhändler mit allen gängigen Bibliographien arbeiten kann, aber für die Eingabe seiner Bestellungen stets dieselbe Benutzeroberfläche vor Augen hat.
Beliebt sind die „Schwarzen Bretter“, eine Art elektronische Pinnwand im IBU. Verlage melden hier kostengünstig alles Wissenswerte über Novitäten, Erscheinungstermine von Neuauflagen, Aktionen und Pressekampagnen, und der Buchhändler bekommt aktuelle Informationen zu einzelnen Titeln. IBU stellt auch die „Gelben Seiten“ zum Abruf in die persönliche Mailbox zur Verfügung. Arbeitet der Buchhändler mit einem Warenwirtschaftssystem, können alle Preisänderungen oder Aufhebungen des Ladenpreises direkt in die hauseigene EDV überspielt werden.
IBU-Teilnehmern steht nicht nur die Möglichkeit der Bestelldaten-Weiterleitung offen. Einmal in die IBU-Mailbox eingewählt, können sie direkt mit allen IBU-Teilnehmern kommunizieren oder Nachrichten mit allen Internet- und X.400-Teilnehmern austauschen.
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