Akademie Uni-Online BuchMarkt-NEU becklogo
 

Import

Wie der Export deutschsprachiger Bücher nimmt auch die Einfuhr fremdsprachiger Werke seit Jahren zu. Traditionelle Hauptimportländer sind die USA und Großbritannien, gefolgt von Frankreich, Italien und Spanien.

Während früher der Sortimentsbuchhandel und andere Anbieter ihr fremdsprachiges Titelangebot wegen des erheblichen Aufwands vorwiegend über Importbuchhandlungen, die von ihrer Funktion her dem Zwischenbuchhandel zuzurechnen sind, bezogen, wird heute neben dem Direktbezug beim ausländischen Verlag auch der Importservice der deutschen Barsortimente genutzt.

Die deutschen Import-Grossisten vertreten mehrere Verlage aus bestimmten Sprachräumen. Exklusivverträge, wie sie einmal, z.B. für Penguin, üblich waren, werden jedoch nicht mehr abgeschlossen, sondern mittlerweile herrscht ein „open market“ d.h., dass die ausländischen Verlage ihr Angebot allen interessierten Importeuren zugänglich machen. Die Import-Grossisten unterhalten ein Lager, verschicken Lagerkataloge oder spezielle Angebotslisten an ihre Kunden. Die meisten Grossisten unterhalten einen Außendienst. Einige bieten zudem einen bibliographischen Auskunftsdienst und die Besorgung von Titeln an.

Wer Bücher aus dem Ausland importiert, muss einen festen Ladenpreis für das importierte Buch festlegen. Importeur ist grundsätzlich jeder, der Bücher zum Zwecke der Weiterveräußerung aus dem Ausland beschafft. Importeur ist auch das Barsortiment, das ausländische Bücher nach Deutschland einführt.

Da fremdsprachige Bücher in aller Regel nicht unter das deutsche Preisbindungsgesetz fallen, bleiben Importe aus dem Ausland überwiegend preisbindungsfrei. Der auf Import spezialisierte Versandbuchhandel, der z.B. Bücher aus den USA einführt, ist an keine Preisbindung gebunden.

Anders ist es, wenn deutschsprachige Bücher nach Deutschland eingeführt werden. Denkbar ist dies insbesondere bei Importen aus der Schweiz, Österreich oder den Niederlanden. Dabei wäre es theoretisch möglich, dass für das gleiche Buch verschiedene Ladenpreise festgelegt werden.

Wer deutschsprachige Bücher aus dem Ausland importiert, ist bei der Preisfestsetzung an bestimmte gesetzliche Vorgaben gebunden. So ist zunächst zu prüfen, ob der ausländische Verlag einen Preis für den Verkauf in Deutschland empfohlen hat. Siehe Unverbindliche Preisempfehlung Wenn ja, ist dieser Preis für den deutschen Händler verbindlich.

Hat der ausländische Verleger keine Preisempfehlung ausgesprochen, ist bei der Preisfestsetzung der im Ausland geltende Nettopreis zuzüglich deutscher Umsatzsteuer als Mindestpreis zu Grunde zu legen.

 
Anzeigen:

Abobanner

Agentur für Marketing

 © buchmarkt college · Eine Kooperation von www.buchmarkt.de und www.uni-online.de · Webdesign Düsseldorf CONVATiON