Kalkulation
Kostenaufstellung zur Berechnung der Selbstkosten, zur Ermittlung des Angebotspreises und zur Kontrolle der Preisfestsetzung: Einerseits muss der Preis nicht nur die Kosten decken, sondern auch einen Gewinn abwerfen, andererseits muss der Preis auch am Markt durchsetzbar sein. Siehe Mischkalkulation
Der wirtschaftliche Erfolg eines Buches wird mit unterschiedlichen Kalkulationsverfahren berechnet.
Bei der Vorkalkulation (Angebotspreis auf Basis eines durch Erfahrung geschätzten Kostensatzes) geschieht dies als Planungshilfe vor dem Erscheinen eines Titels, bei der Nachkalkulation, um den tatsächlichen Erfolg oder Misserfolg des Titels nach seinem Erscheinen festzustellen. Der Verlagskalkulation sind recht enge Grenzen gesetzt: Der Verleger hilft sich oft mit einer Mischkalkulation: Gut zu kalkulierende Bücher, die in hoher Auflage absetzbar sind, müssen die schwieriger zu kalkulierenden „mitziehen“.
Die Vorkalkulation zeigt, ob die zu erwarteten Erlöse die geplanten Kosten übersteigen und einen Gewinn erwirtschaften. Kommt man in der Vorkalkulation zu dem Ergebnis, dass das nicht zu erwarten ist, wird man versuchen, dies über den Preis oder eine geänderte Ausstattung zu erreichen. Geht das nicht, sollte man aus wirtschaftlichen Gründen auf den Titel verzichten; ist auch dies nicht möglich, lässt sich immerhin der zu erwartende Verlust beziffern.
Die Vorkalkulation wird meist in der Herstellung auf Basis von Preislisten und Angeboten erstellt. Die Schätzung der absetzbaren Menge und eines marktgerechten Preises ist nicht nur der „kaufmännischen Abteilung“ des Verlags anheimgestellt, sondern Ergebnis der Marktbeobachtung und damit deutlich auch Aufgabe von Lektorat und Vertrieb.
Am häufigsten verwendet man die Vollkostenrechnung und die Deckungsbeitragsrechnung, die zu den Teilkostenrechnungen gehört.
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