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Ladenpreis

Ladenpreis ist der vom Verleger festgelegte Bezugspreis für den Endabnehmer incl. der gesetzlichen Mehrwertsteuer (= Bruttoladenpreis). Es handelt sich in der Regel um einen sogenannten festen Preis, d.h. er unterliegt (in Deutschland immerhin seit 1906!) der für Verlagserzeugnisse bestehenden Preisbindung.

Nicht jedes Buch ist allerdings preisgebunden, der Verlag muss seine Titel explizit preisbinden. Ausnahmen innerhalb der Preisbindung sind: Abgabe einer größeren Anzahl von Exemplaren an einen Abnehmer. Für diesen Fall wird eine verbindliche Mengennachlass-Staffel festgelegt; im Gegenzug verpflichtet sich der Käufer, die Exemplare nicht weiter zu veräußern. Lehrer können mit entsprechendem Nachweis der Schule direkt beim Verlag speziell ausgewiesene Bücher als Lehrer-Prüfstücke mit einem einheitlichen Rabatt beziehen.

Der Verlag setzt den Ladenpreis fest und verpflichtet den Wiederverkäufer durch Unterzeichnung eines Preisbindungsrevers zur Einhaltung dieses Preises. Die Verpflichtung kann der Händler jeweils pro Verlag abgeben oder auf dem Wege des Sammelrevers gleich gegenüber einer Vielzahl von Verlagen, die dieser Verpflichtung beigetreten sind.

Ebenso ist auch der Verlag an den Ladenpreis gebunden. Er kann allerdings den Ladenpreis aufheben, z.B. für Restauflagenexemplare – siehe Modernes Antiquariat – oder bei älteren Auflagen, falls eine neue, geänderte und/oder überarbeitete auf den Markt kommt, anheben oder senken.

Die Aufhebung des festen Ladenpreises und Ladenpreisänderungen müssen dem Handel bekanntgegeben werden, was durch eine Anzeige im Börsenblatt für den Deutschen Buchhandel bzw. in seiner jedem Heft beiliegenden Preisänderungsliste geschieht.

Die Anhebung des Preisniveaus bei Büchern ist insgesamt gesehen nicht nur aus Verlagssicht unumgänglich, auch und insbesondere das Sortiment weist immer wieder auf diese Notwendigkeit hin. Zudem sind, wie die Praxis zeigt, höhere Preise auch beim Publikum durchzusetzen.

Andererseits sind viele Käufer an niedrigpreisigen Büchern interessiert. Verlage versuchen, einerseits dem Wunsch des Sortiments nach höheren Preisen gerecht zu werden, wie andererseits durch kurzfristig deutlich günstigere Preise bei anderer Ausstattung einzelne Bücher einer neuen Käuferschicht zugänglich zu machen.

Siehe auch Preisbindung
Siehe auch Unverbindliche Preisempfehlung

 
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