Programmzeitraum
Ein Wesensmerkmal des Taschenbuchs ist seine gewisse Einheitlichkeit in der Abwicklung: jeder Titel ist ein Teil des Ganzen (Taschenbuch-Programm) ist. Dies drückt sich auch in der Planung des Programms, dem Angebotszeitraum und dem Erscheinungsrhythmus aus.
In der Regel planen die Taschenbuchverlage in zwei Programmzeiträumen pro Jahr; ein Zeitraum (Sommerprogramm) erstreckt sich von ca. Mai bis ca. Oktober, der zweite Zeitraum (Winterprogramm) von November bis April.
Diese Einteilung hängt ursächlich mit den meist zweimal pro Jahr stattfindenen Verlagsvertreterbesuchen zusammen. Von Januar bis April und von Juni bis Oktober werden die neuen Titel in den Buchhandlungen vorgestellt, d. h. die Vertreter bieten ab Januar die Taschenbuch-Novitäten des Sommerprogramms und ab Juni die Novitäten des Winters an.
Dieser lange Vorlauf ist eine der Ursachen für die immer wieder vorkommenden Verschiebungen von angekündigten Erscheinungsterminen.
Mit diesem Vorlauf wollen Verlage mehr Planungssicherheit für die Erstauflagen erhalten: Bei Erscheinen der Novitäten haben alle Buchhandlungen bestellt und können gleichzeitig beliefert werden.
Üblich ist aber auch, Titel einen oder mehrere Monate vor dem angekündigten Erscheinungstermin auszuliefern, oder diese Titel werden als sogenannte Schnellschüsse auf den Markt gebracht.
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