Rabatt
Rabatt (rabatto, rabattere niederschlagen, abschlagen) ist ein Preisnachlass, der in der Regel in Prozent ausgedrückt wird.
Rabatte sind Anreizmechanismen in der Preispolitik eingesetzt. Bis 2002 galt in Deutschland ein Rabattgesetz, das die Gewährung von Rabatten streng reglementierte. Seit der Liberalisierung dieses Gesetzes können Händler in fast allen Bereichen individuelle Rabatte aushandeln. Eine Ausnahme bildet die Preisbindung. An Rabatten, die Buchhandel oder Barsortimente von den Verlagen erhalten (oder fordern), entzünden sich in der Branche immer wieder die heftigsten Diskussionen.
Im Normalfall stellt der Bezug über den Verlag höhere Rabatte sicher. Es lassen sich folgende Rabattarten unterscheiden:
1. Reiserabatt: Er ist gekoppelt an den Verlagsvertreterempfang und beträgt wie bei Publikumsverlagen normalerweise 40 Prozent.
2. Fortsetzungsrabatt: Dieser ist an ein Reihen-Abonnement geknüpft, wobei sich die Rabatthöhe nach der Höhe des Abo-Bezugs richtet. Früher üblich und eine sichere Absatz- und damit auch Kalkulationsgrundlage für die Verlage, gehen heute die Fortsetzungen stark zurück.
3. Aktionsrabatt: bei Veranstaltungen, Schaufensterwettbewerben, teilweise auch bei Aktionspaketen o.ä. Er wird gewährt, wenn sich eine Buchhandlung besonders intensiv für bestimmte Autoren oder Programmbereiche einsetzt. Er beträgt häufig 45 Prozent, teilweise auch mehr.
4. Einführungsrabatt: Dieser Rabatt bezieht sich – sofern Verlage ihn anbieten – auf die Einführung neuer Programmbereiche/neuer Reihen.
5. Jahresabschluss
6. Bonus: Der Bonus bedeutet eine rückwirkende Vergütung. Er wird dann vergeben, wenn die Umsatzentwicklung überdurchschnittliche Steigerungsraten aufweist oder der Umsatz sehr hoch liegt.
Siehe Bezugsbedingungen
Siehe Barsortimentsrabatt
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