Reihe
Das Reihenprinzip ist eines der wesentlichen Merkmale, die das Taschenbuch von anderen Buchtypen unterscheidet. Ursprünglich stand der Begriff „Reihe” als Synonym für die Taschenbuchproduktion, heute bezeichnet er nur noch ein Gliederungsmittel innerhalb des gesamten Programmangebots.
Gekennzeichnet wird eine Reihe durch folgende Merkmale, die nicht alle gleichzeitig zutreffen müssen: periodische, saisonunabhängige Erscheinungsweise, eine einer Sach- oder Zielgruppe zugeordnete Thematik, übergeordneter Reihentitel, auf Wiedererkennbarkeit ausgelegte Ausstattung, fortlaufende Numerierung, festen Preisklassen und Möglichkeit des Fortsetzungsbezugs. siehe Fortsetzungen.
Heute konkurrieren auf dem Buchmarkt Hunderte Reihen miteinander. Ihre Vielzahl macht es dem Sortiment unmöglich, alle oder selbst nur bestimmte Reihen komplett zu führen. Neben der Beschränkung auf bestimmte Reihen oder Titel vollzieht sich ein Wandel in der Präsentationspolitik. Längst ist es üblich, die Mehrzahl der Reihen nicht mehr geschlossen nach Verlagen anzubieten, sondern die einzelnen Titel reihenunabhängig in das Verfasseralphabet der jeweiligen Sachgruppe einzuordnen. Damit wird dem Kunden zwar die Orientierung erleichtert, aber das einheitliche Bild der Reihe ist aufgelöst – siehe Lagerordnung.
Taschenbuchverlage reagieren darauf, dass sie in Gesamtverzeichnissen und Bestellscheinen das Titelangebot nicht allein mehr nach Reihen, sondern nach Themen aufgliedern.
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