Titelproduktion
Das wöchentliche Verzeichnis der Deutschen Nationalbibliographie weist die neu erschienenen Titel aus. Die deutsche Titelproduktion wird von der Deutschen Bibliothek in 65 Warengruppen erfasst, die zu neun Dezimalklassifikationen (DK) gebündelt werden.
DK 0: Allgemeines
DK 1: Philosophie, Psychologie
DK 2: Religion, Theologie
DK 3: Sozialwissenschaften
DK 5: Mathematik, Naturwissenschaften
DK 6: Angewandte Wissenschaften, Medizin, Technik
DK 7: Kunst, Kunstgewerbe, Fotografie, Musik, Spiel, Sport
DK 8: Sprach- und Literaturwissenschaft, Belletristik
DK 9: Geographie, Geschichte
Die DK-Gruppe 0: Allgemeines, der mit rund 8 – 9% aller neuen Titel zuzuordnen sind, umfaßt vor allem Werke aus der Sachgruppe Kinder- und Jugendliteratur.
Die größte DK-Gruppe stellen die Sozialwissenschaften (DK-Gruppe 3) mit rund. 20% der Gesamttitelproduktion dar. Die titelstärksten Sachgruppen innerhalb der Sozialwissenschaften Wirtschaft und Recht.
Innerhalb der DK-Gruppe 5: Mathematik/Naturwissenschaften hat die Sachgruppe Informatik/Datenverarbeitung seit Jahren den höchsten Anteil.
Der Anteil der DK-Gruppe 6: Angewandte Wissenschaften, Medizin, Technik an der Titelproduktion ist in den letzten Jahren erheblich gefallen, 1996 mit 10.588 Titeln auf 2004 7.877 Titel).
In der DK-Gruppe 8: Sprach- und Literaturwissenschaft/Belletristik dominiert seit Jahren die Sachgruppe Belletristik mit um die 9.000 Titel. Die Belletristik ist somit innerhalb der 65 Sachgruppen die titelstärkste, gefolgt von den schon erwähnten Sachgruppen Kinder- und Jugendliteratur.
München ist seit Jahren die Stadt mit der höchsten Titelproduktion in Deutschland. Auf den weiteren Plätzen folgen Berlin, Stuttgart und Frankfurt am Main (die beiden letzten tauschen hin und wieder die Plätze).
Ausführliche Übersichten zur Titelproduktion finden sich im „Statistischen Jahrbuch der Buchbranche“, Buch und Buchhandel in Zahlen, das jährlich von der Abteilung Marktforschung des Börsenvereins herausgegeben wird.
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