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Veranstaltungen

Lesungen, Signierstunden und andere Events sind schon seit langem nicht mehr ausschließliche Domäne der Verlage. In Zusammenarbeit mit dem Buchhandel und zahlreichen Kultureinrichtungen (Literaturhäuser, Literaturbüros, Bibliotheken, Volkshochschulen) lassen sich Veranstaltungen aller Art ins Szene setzen: Kochbuchverlage veranstalten kulinarische Abende, Kinderbuchverlage lassen sich Aktionen in Kindereinrichtungen und Schulen einfallen, Kunstbuchverlage nutzen Ausstellungen.

Werbung und Pressearbeit gehen dabei Hand in Hand. Weit verbreitet und beim Publikum nach wie vor hoch im Kurs stehen Lesungen mit Belletristik- oder Sachbuchautoren, der „Klassiker“ des Veranstaltungswesens schlechthin. Podiumsdiskussionen oder Talkshows erfreuen sich wachsender Beliebtheit.

Veranstaltungen, wenn man nicht gerade einen Star zu präsentieren hat, verkaufen sich zumeist über das Thema. Verlage können sich das zunutze machen, um ihre Kompetenz auf diesem Gebiet öffentlich zu unterstreichen: Veranstaltungsbesucher repräsentieren in hohem Maße die Zielgruppe mit niedrigstem Streuverlust. Sie auch zu Buchkäufern zu machen, ist die eigentliche Kunst bei Veranstaltungen. Dabei gilt: Die Veranstaltung muss attraktiv genug sein, um das Publikum „bei der Stange“ zu halten, aber sie muss darüber hinaus Anlaß bieten, sich intensiver mit dem Thema, also dem Buch, zu beschäftigen. Nie darf der Zuschauer bei einer Veranstaltung den Eindruck haben, nun schon alles zu wissen.

Ein besonderer Reiz der Autorenveranstaltungen ist die Möglichkeit, Bücher signieren zu lassen. Unabdingbare Voraussetzung dafür ist natürlich, dass genügend Exemplare vorhanden sind – ein Punkt, der immer wieder übersehen wird. Denn: Eine Veranstaltung ist nur so gut, wie man sie vorbereitet. Die erste Grundsatzentscheidung fällt mit der Wahl des Veranstaltungsraumes. Natürlich möchte jeder Veranstalter ein großes Publikum an sich ziehen, aber es gibt Themen (z.B. Lyrikabende), die für einen Massenauflauf ungeeignet sind. Bei Spezialthemen ist es meist nicht schwierig, einschlägig „vorbelastete“ Partner zu gewinnen.

Selten kann man Veranstaltungen im Alleingang machen. Deshalb ist frühzeitige Planung unerläßlich. Bei vielen Themen besteht sicher die Möglichkeit, weitere Partner (u.U. als Mitveranstalter) ins Boot zu holen. Verantwortlicheiten (wer organisiert was und wann?) müssen ebenso geklärt werden wie technische Details; es ist in jedem Falle anzuraten, die Finanzierungsbasis (nicht vergessen: trotz leerer Staatssäckel gibt es mancherlei Zuschüsse!) von vornherein klarzustellen.

Veranstaltungen sind nicht allein Werbung für den Verlag und seinen Autor, sondern ganz besonders auch für die Buchhandlung. Viele Buchhandlungen haben gute Drähte zu ihren Lokalredaktionen, während die Verlage engere Kontakte zum Feuilleton unterhalten. Zu überlegen ist in jedem Falle, welchen Journalisten man zu welcher Veranstaltung einlädt und wie man gemeinsam für eine Veranstaltung wirbt.

Verlage unterstützen dabei das Sortiment gern mit Werbe- und Pressematerial. Die Buchhandlung organisiert, dass die Veranstaltung in den Kulturkalendern der entsprechenden Medien angezeigt wird. Mehr und mehr setzen sich auch gemeinsame Anzeigenschaltungen durch.

Veranstaltungen in Großstädten haben stets das Handicap, in Konkurrenz mit anderen zu stehen. Es wäre kaum sinnvoll, einen unbekannten Lyriker in einer kleinen Buchhandlung gerade an dem Tag auftreten zu lassen, an dem ein internationaler Bestsellerautor im Literaturhaus angezeigt ist. Große Kultureinrichtungen kündigen ihr Programm langfristig an – es ist in jedem Falle sinnvoll, sich über das Konkurrenzangebot im klaren zu sein und auf Termine auszuweichen, die relativ unbesetzt sind...

Große Veranstaltungen mit absehbarem Besucherandrang erfordern eine akribische Vorarbeit. Kein Detail ist zu gering, um nicht bedacht zu werden. In diesem Fall sollten eine Checkliste (auf der auch der jeweilige Verantwortliche steht) und ein Zeitplan selbstverständlich sein. Stets von Vorteil ist es, Veranstaltungen im Foto festzuhalten. Die Branchenpresse greift gern darauf zurück, und auch viele Lokalredaktionen sind dankbare Abnehmer für (scharfe!) Fotos und kurze Mitteilungen.

Es ist heute durchaus gängige Praxis, bei Veranstaltungen Eintrittsgelder zu erheben. Denken Sie immer an den Grundsatz: Was nichts kostet, taugt nichts.

 
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